Zhanzhuang Shili Mocabu Fali Tuishou Sanshou

Was ist Shili?

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Shili Jumin Chen Shili - Die innere Kraft kosten

Shili wird übersetzt mit - das Probieren, Testen, Spüren und "Kosten" - der Kraft. Durch seine langsamen und fließenden Bewegungen, die anfangs am Stand, später dann auch mit Schritt verbunden werden, können unterschiedliche Kraftrichtungen entwickelt und "gekostet" werden. Dies ist ein wichtiger Teil des Yiquan Trainings und hat im Trainingsaufbau des Yiquan eine große Bedeutung. Angemessenes Shili-Training ist auch entscheidend dafür, ob man bei der Anwendung des Yiquan, z.B. im Tuishou oder im Zweikampf etwas bewirken kann oder nicht. Wang Xiangzhai sagte, "Durch Shili erfährt man die Kraft und damit weiß man um deren Anwendung". Im Shili-Training spürt man die innere Kraft, die durch die Zhanzhuang-Übungen gewonnen wurde in der aktiven Bewegung. Man entwickelt die Fähigkeit, jederzeit bereit zu sein, um diese zu benutzen. Der Körper wird in sanften, langsamen isometrischen Bewegungen als eine Einheit bewegt. Shili hat die Funktion, unsere Körperbewegung mit dem Geist in Einklang zu bringen.
Die Übungen des Shili entwickeln die Fähigkeit, das Gefühl der inneren Kraft, welches durch die Zhanzhuang-Übungen gewonnen wurde, bei unseren Bewegungen im Raum beizubehalten. Selbst wenn man bereits lange Zeit das Zhanzhuang geübt hat, verschwindet das aufgebaute Gefühl für die Hunyuan-Kraft sofort, sobald wir dem Bewegungsimpuls in unserem Geist und unserem Empfinden nachgeben und unseren Körper oder auch nur einzelne Gliedmaßen in tatsächliche Bewegung versetzen. Durch das Shili-Training lernen wir, in jeder langsamen oder auch schnellen Körperbewegung uns innerlich ständig des gesamten Bewegungspotentials in alle Richtungen gleichzeitig gewahr zu bleiben und damit unsere innere Kraft zu spüren. Wir entwickeln dadurch die Fähigkeit, unsere innere Kraft und ihre potenziellen Ausdrucksmöglichkeiten jederzeit benutzen zu können. Der Körper wird in sanften, langsamen isometrischen Bewegungen als eine Einheit bewegt. Der Übungsschwerpunkt liegt jedoch genau wie im Zhanzhuang auf der Vorstellungskraft und der Empfindungsfähigkeit. Wichtiger wie das korrekte Ausführen der Bewegungen ist das Training des Yi. Man kann sich bspw. vorstellen, man führe die Bewegungen unter Wasser aus und spüre dabei der Wasserwiderstand auf dem Körper entgegen der eigenen Kraft- bzw. Bewegungsrichtung. etc. Dabei streben wir danach "Kraft in der Entspannung" zu finden. Shili ist nichts anderes als Zhanzhuang in der räumlichen Ausdehnung, umgekehrt ist das Zhangzhuang Shili ohne räumliche Dimension, d.h. auf die minimale Bewegung verkürztes Shili. Warum muss man jedoch zuerst mit dem Zhanzhuang beginnen, obwohl es den meisten Anfängern so immens schwerfällt? Durch die Zhanzhuang-Übungen spüren wir allmählich die Kraft. Auf dieser Basis aufbauend können wir Shili üben, damit wir nach und nach die Kraft in eine größere Dimension zu erweitern lernen.

Die besondere Kraft des Yiquan resultiert aus der betonten Vorstellungsarbeit (Yi) und der Kombination von Geist und Körper. Innerlich verbindet es den Körper als eine "Ganzheit" bzw. Entität und schult effiziente Bewegungsprinzipien. Beim Shili müssen wir ein feines Gespür für die Hunyuan-Kraft des Zhanzhuang entwickeln, um die innere Balance und Harmonie zu finden, ohne dabei durch Bewegung unsere eigene Hunyuan-Kraft zu verlieren. Man lernt, wie man die eigenen potenziellen Fähigkeiten zur vollen Anwendung bringt, die natürlichen Reflexe schult und automatisch, ohne erst Nachdenken zu müssen, die erworbene innere Kraft im Anwendungsfall zum "Explodieren" bringen kann. Dadurch entwickelt unser Körper wieder die ihm innewohnende natürliche Fähigkeit, spontan zu reagieren. Aus Sicht des Yiquan wirkt das Erlernen komplizierter Selbstverteidigungstechniken der natürlichen angeborenen Selbstverteidigungsfähigkeit eher entgegen.

Auch für die einzelnen Übungen des Shili gelten gewisse Grundanforderungen und Übungsprinzipien, die bei allen Übungen eingehalten werden sollten.
1. Entspannung: 2. Langsamkeit: 3. Fließen lassen: 4. Die volle Konzentration

Jian Wu - Der Gesundheitstanz
Vor der Tang-Dynastie haben die Chinesen Gesundheitstanz geübt und danach ist er langsam verlorengegangen. Den Tanz hat eine Wirkung auf die Gesundheit und ebenso auf dem Kampfkunstaspekt und . Der Xinyiquan-Meister Huang Muqiao hat nach die alten Wandbilder von Dunhuan die Gesundheitstanz entwickelt. Wang Xiangzhai hat das im Jahr 1925 von ihm gelernt. Die Tanz besteht aus vier Teilen: Welle spielen, Weiße Kranich, fliegende Drache und schreckende Schlange. Diese Tanz beruht sich auf eine gute Basis von Zhanzhuang, Shili, Mocabu ect.. Kompakt und Ausdehnend, Stark und geschickt, Yin und Yang, weich und hart, fließende und explodierende Bewegungen. Man kann den Geist und Körper befreien und alles intuitiv tanzen. In der Tanz spürt man deutlich die innere Kraft und die lebendigen Shen- und Yi-Arbeit. Es ist die höchste Stufeform von allem. Bei der Tanz werden Shen, Yi, Qi, Li, Xing und Sheng alles ausdruckvoll trainiert.

Shisheng
Shisheng ist das Training der Stimme. Die Laute "Yi" und "You" werden dabei zu einem Laut verbunden. Letztlich wird der Laut nur noch innerlich freigesetzt, ohne einen hörbaren Laut zu produzieren. Verbunden mit den Fali Übungen werden diese in ihrer Explosivität gesteigert, da eine Kompression auf spezielle inneren Organe die Kraftentfaltung deutlich verstärkt. Das Training der Stimme dient auch dazu, im falle eines Kampfes den Körper im kurzen ungeschützten Moment der Kraftentladung (z.B. bei einem Punch etc.) zu schützen. Gemäß dem Yin-Yang-Prinzip befinden wir uns im Moment unseres maximalen Angriffs gleichzeitig im Minimum unserer Verteidigung. Diese Schwachstelle wird durch Shisheng bestmöglich minimiert.